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Mediales

Deutschland findet die Superdeppen

Habe ich das richtig gesehen? War da während meiner langen Abwesenheit tatsächlich jemand auf meinem Weblog? Ich selbst war das jedenfalls nicht, der da im Dezember des dahingeschiedenen Jahres diese, meine Seite aufgerufen hat. Ein Admin möglicherweise. Ich selbst habe es zumindest noch nicht geschaft, diesen Weblog mit Hilfe der Suchfunktion von MyBlog.de zu finden. Äusserst mysteriös. Und wenn ich mir mit so großem, zeitlichen Abstand ansehe, wie chaotisch mein letzter Antrag geworden ist, auch irgendwie ärgerlich. So jetzt hat mich die Schreibwut gepackt; vielleicht kann man das, was auch immer sich da im letzten Monat auf dieser Internetpräsenz abgespielt hat, ja als gutes Omen werten. Natürlich weill ich es mit den guten Omen nicht übertreiben, deßwegen wende ich mich dieses Jahr gleich als erstes dem Thema zu, bei dem ich letztes Jahr so kläglich versagt habe: Dem Fernsehen!

Vor kurzem ist die neueste Staffel der erfolgreichen Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" gestartet und schon tauchen überall Unkenrufe auf: Zu derbe seien die Sprüche der Jury, gar von jugendgefährdent ist die Rede. Mittlerweile will sogar die Jugenschutzbehörde dafür sorgen, die Sendung komplett ins 22:00 Uhr Programm zu verbannen. Da fragt man sich als aufgewecktes Kerlchen natürlich: "Warum der ganze Trubel?". Nun, man kann von der ganzen Castingmaschinerie natürlich halten was man will, und auch von irgendwelchen, weit unter der Gürtellinie angesetzten, Sprüchen der Juroren, nur ist die Frage: Was erwarten junge, untalentierte Menschen, die zu so einem Casting gehen? Das man sie dort in Zuckerwatte wickelt? Warum sollte man das tun? Das problem ist weniger die Jury, sondern die Kandidaten selbst. Junge Menschen die sich vor ein Millionen Publikum stellen, sich, gelinde gesagt, komplett zum Horst machen, und dann beleidigt abziehen, nur weil ihnen gesagt wird, dass sie niemals Deutschlands neuer (ähem...) "Superstar" werden seien können. Junge Menschen die sich komplett selbst überschätzen, und dann auch noch von irgendwelchen leeren Versprechungen blenden lassen. Muss man mit so etwas Mitleid haben. Ich denke nicht...

So jetzt weiß ich auch nicht mehr wirklich, was ich eigentlich damit sagen wollte. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass mich diese Hauptschulgesichter, die sich regelmäßig bei solchen Castingshows bis auf die Knochen blamieren, persönlich extrem nerven. Aber so ist es nun mal beim Fernsehen, es ist wie ein Unfall: Man will nicht hinsehen, aber man kann irgendwie nicht anders.

 

Eine geruhsame Nacht

26.1.07 23:41


Jenseits der Realität

Eigentlich sollte ich mir endlich einen Baseballschläger zulegen, einfach nur um die Idiotenkiste, die bei mir zu Hause am laufenden Band bunte Bilder produziert, endgültig ins Nirvana zu schicken. Nur leider weiß ich jetzt schon: daraus wird sowieso nichts. Irgendwie schaffe ich es nicht, mich der Faszination dümmlicher Gerichtsshows und bemerkenswert einseitiger Nachrichtenberichterstattung zu entziehen. Mit keinem anderen Medium kann man die Massen so erfolgreich Manipulieren, wie mit dem Fernsehen. Das fängt bei Kleinigkeiten wie Schleichwerbung, oder dem netten Fernsehkomissar, der zufälligerweise den Markennamen des Schokoriegels, den er gerade isst, direkt in die Kamera hält, an, und weitet sich aus bis zu kollektiver Meinungsmache durch Polit-Propaganda und einschlägige Klatschmagazine. Natürlich gibt es auch im Fernsehen Lichtblicke, die sich aus der klebrigen Einheitsmasse hervortun, doch diese sind schwer auszumachen, zwischen kitschigen Telenovelas und heuchlerischen Castingshows. Nur leider sind es eben diese Sendungen, mit denen sich der große Reibach machen lässt. Jeder halbwegs vernunftbegabten Menschen sollte sich da die Frage stellen: ist unsere Gesellschaft wirklich so anspruchslos geworden, dass ihnen sogar übelster TV-Trash wie "Das Dschungelcamp" oder "Die Burg" noch nicht zu peinlich ist? Und letztendlich erwischt man sich dann selbst immer wieder, wie man in eben jene geistige Ejakulationen reinzappt. Zumindest geht mir das so. Möglicherweise ist dies auch selbst die Faszination hinter der Flimmerkiste: wiederlich, aber irgendwie doch wieder unfassbar schön. Und Möglicherweise wäre die Welt auch um einiges besser, wenn wir das Fernsehen nicht so ernst, sondern als das nehmen würden, was es ist: etwas das die Leute unterhalte soll; who's to know? Mir persönlich jedennfalls macht sogar die drittklassige Parodie der Schauspielerin einer Jugendrichterin auf RTL noch Spaß, eben weil ich weiß das man sie nicht zu ernst nehmen darf. Gefährlich ist nur wenn die Leute sich vom Fernsehen zu sehr einnehmen lassen, und anfangen falschen Idolen hinterher zu laufen, was z.B. dank des Super-Duper-Quietschig-Ober-Bunten "Musiksenders" MTV bei Jugendlichen nicht unüblich ist.

So jetzt hab ich meine nichtvorhandene Leserschaft aber genug in Anspruch genommen. Als Fazit bleibt noch zu sagen: Fernsehen ist nicht völlig schlecht, man muss es nur richtig dosieren.

mfg   

15.11.06 21:58





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